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Von der Klausenmühle
mit dem Mountainbike über das Sonneck und den Hauchenberg
Pfingsturlaub - und tolles Wetter mal! Es ist an
der Zeit wieder mit dem Mountainbike loszuziehen. Um eine längere
Anreise zu umgehen will ich zuerst das nahe Sonneck und danach den
Hauchenberg durchfahren oder teilweise auch durchschieben.
Bei der Klausenmühle, zwischen Kleinweiler und
Sibratshofen gelegen, gibt es genügend Parkplätze. Von hier aus sind
auch die Wanderwege gut ausgeschildert.
Ich
muß zuerst die Bundesstrasse durch einen schmalen Tunnel unterqueren.
Gleich danach kommt schon die erste Tragestrecke. Dem Wegweiser
"Sonneck-Höhe" folge ich. Nach der Treppen-Tragestrecke kann
geschoben werden. Es ist zwar erst zehn Uhr, aber selbst hier im noch im
Schatten liegenden Wald ist es drückend warm. Ohne kühlenden Fahrtwind
ist die erste Schiebepassage richtig Schweißtreibend. Die wenigen
fahrbaren Abschnitte, die immer wieder kommen, erfordern volle
Konzentration und einiges an Kraft. Es ist eine wirkliche Plagerei, und
das gleich am Anfang. Aber auch das hat bald ein Ende.
Jetzt, nach der
Schiebestrecke, kann es dann so richtig zur Sache gehen. Auf schönen Trails und
anspruchsvollen Wurzelpfaden erreiche schon bald die Sonneck-Höhe auf
1062 Meter. Nur ganz selten begegnet mir auf meinem Weg jemand. Ein
Wanderer-Paar und ein Mountainbiker sind die einzigsten Menschen, denen
ich bis zur Sonneck-Höhe begegne.
Kurz vor Osterhofen ist ein schöner
Aussichtspunkt, mit Bank und einem wohl einzigartigen
"Gipfelbestimmungsgerät". Mir fällt kein passenderer Name
für das Teil ein. Eine gute Gelegenheit für eine erste kleine Pause.
Ein Brunnen oder eine Quelle täte jetzt gut, ich bin komplett
durchgeschwitzt.
Bei
Osterhofen endet das Sonneck, auf schmaler Strasse fahre ich hoch nach
Hellengerst. Ab hier geht es weglos, aber beschildert, über eine
Wiese. Das Gras ist zum Glück kurz, sonst wäre eine Durchfahrt
ziemlich frevelhaft. Dann, nach dem Ende des Wiesenstückes, folgt eine
kühlende Bachdurchfahrt. Danach weiter auf Forstweg zur Fuchsmühle.
Die Beschilderung ist hier ziemlich dürftig, mein GPS hat im dichten
Wald auch nicht immer Empfang. Aber ich habe eine gute Karte dabei,
immer wieder muß ich stoppen, um mich zu orientieren. Die Weitnauer Argen, ein
kleiner Bach, wird überquert. Mit Brücke.
Nun geht es durch dichten Fichtenwald wieder
bergauf, bis oberhalb von Ettensberg die ersten Weideflächen
auftauchen. die grasenden Kühe sind friedlich und schauen nur kurz auf,
als ich an ihnen vorbei fahre. Unter dem Weidezaun durch, ihn bloß
nicht berühren! Könnte ja Strom drauf sein, und das täte richtig weh.
Ein paar Meter
auf der kleinen Strasse und schon geht es wieder auf einen einsamen
Wanderweg.
Der Pfad auf den Stoffelberg ist ausdrücklich
für Radfahrer gesperrt, daran halte ich mich auch. Der Stoffelberg wird
also auf Forstwegen umfahren, aber schon bald geht das Trailvergnügen
wieder los. Ab hier kenne ich mich wieder aus. Wieder eine kurze Schiebepassage, danach zur Belohnung
gleich wieder ein klasse Single-Trail. Extrem verwurzelt, aber durchaus
fahrbar (meistens ).
Oberhalb der
Waldgrotte, ein kurzer Abstecher zu Fuss dahin, dann weiter. Etliche
Weidegatter stoppen meine Fahrt. Neu aufgetriebenes Vieh, das wie
wildgewordene Lausbuben auf einer Weide herumrennt, läßt mich erst
einmal anhalten. Ich mag die ja wirklich gerne, aber hier war erst
einmal Vorsicht angesagt. Gut, dass der Alpbauer bei seinen
"Pensionsrindern" dabei ist. Er erzählt mir, dass diese Herde
lauter ganz liebe wären. Im vergangenen Jahr hätte er welche gehabt,
die wirklich gefährlich waren. Mit seinen guten Wünschen für die
weitere Fahrt überquere ich die Weide und komme auf einen Forstweg, der
mich zum Ausgangspunkt der nächsten Schiebestrecke bringt.
Nun geht es, schiebend zunächst, auf den Kamm des
Hauchenbergs. Als anspruchsvolle, aber spassmachende Abfahrt kenne ich
dieses Stück gut. Aber schiebend hoch? Gut, dass ich weiß was mich
danach erwartet! Was besseres kenne ich in der näheren Umgebung
wirklich nicht, alles vom feinsten. Vor allem wenn man, wie ich heute,
nicht am Wochenende unterwegs ist.
Die kommenden sieben Kilometer sind
einfach nur gut. Dazwischen muß, wie immer, ein Stopp am Alpkönig-Turm
eingelegt werden. Es ist immer wieder ein echter Genuss, von da oben den
Ausblick zu den Allgäuer Alpen im Süden oder den Blick zurück zum
Sonneck und zur Adelegg zu geniessen! Fast schon ein
"Muss"!

Zum Abschluß des Hauchenbergs dann das
"dicke" Ende, der stark verwurzelte Pfad hinunter nach
Missen-Wilhams. Fahrbar, aber technisch nicht ganz einfach. Der
Spaßfaktor ist hier ganz oben auf der Skala. Aber auf
jeden Fall Sattel ganz runter!
Ab Wilhams geht es auf dem Carl-Hirnbein-Weg
dann runter nach Weitnau, ein kleiner Schwenker zum Lüßeck
noch, dann hat der Spass ein Ende. Es reicht auch. Auf dem Allgäu-Radweg
geht es zurück zur Klausenmühle.
40 Kilometer, 1300 Höhenmeter
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